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Dermatologie & Allergologie
Vitiligo: Diagnose
Vitiligo
Definition
Fleckförmiger Pigmentverlust der Haut durch, wahrscheinlich autoimmunologisch bedingten, lokalen Verlust der Melanozyten.
Klinische Charakteristik
- Weiße Herde von wenigen Millimetern Durchmesser bis zur kompletten Depigmentierung der Haut (Vitiligo universalis).
- Die Herde verursachen keine Beschwerden und es bestehen meist keine entzündlichen Veränderungen der Haut.
- Durch persistierende Melanozyten in den Haarfollikeln kommet es zu gesprenkelten Hautarealen.
- Die Haare sind bei bis zu 30 % mitbefallen (Poliosis - fokale Depigmentierung der Haare).
Prädilektionsstellen
- Handrücken, Gesicht, Genitoanalregion.
- Auftreten oft bilateral und symmetrisch
- Mechanische oder chemische Hautschädigungen aber auch psychischer Stress wird manchmal als Provokationsfaktor angegeben.
Epidemiologie
- Vorkommen bei 0,5 - 4 % der Bevölkerung: Bis zu 40 % der Patienten geben familiäres Vorkommen an.
- Krankheitsbeginn jederzeit möglich jedoch meist im frühen Erwachsenenalter.
Assoziierte Krankheiten
- In bis zu 20 % ist Vitiligo assoziiert mit einer Schilddrüsenerkrankung (Autoimmunthyreoiditis, Struma) Nota bene: Diesbezügliche Durchuntersuchungen unbedingt veranlassen!
- Alopecia areata
- Melanom
- perniziöse Anämie
Verlauf
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variabel: langsame Progredienz
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akute Schübe, Komplett- und Teilremissionen und Stillstand der Erkrankung sind möglich
Komplikationen
- Infolge des fehlenden pigmentbedingten Lichtschutzes der Haut in Vitiligo-Herden erhöhtes Risiko akuter und chronischer UV-Schäden
Differentialdiagnose
- Postinflammatorische Hypo- und Depigmentierungen (Anamnese)
- Lichen sclerosus et atrophicus (Hautatrophie)
- Toxische Depigmentierung (Berufsanamnese)
- Pityriasis versicolor (Schuppenbildung, mykologische Diagnostik)
- Lepra (Sensibilitätsstörungen)







